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Tipps
für das Zusammenleben mit der Gastfamilie
Wie erfolgreich und angenehm dein Aufenthalt sein wird hängt
in erster Linie
von dir selbst ab und davon, was du bereit sind zu geben und wie
du dich in
deiner Gastfamilie einbringst. Du bist selbst für dein Wohlbefinden
und
Glück verantwortlich! Denke daran, dass wir immer für
Fragen und Ratschläge
für dich da sind!
Die Gastfamilie wünscht sich ein glückliches, fröhliches
und selbständiges
Au-pair! Sie freut sich, wenn du dich für viele Dinge und die
Kultur deines
Gastlandes interessierst und unternehmungslustig bist. Das beste
Mittel
gegen Trübsinn und Heimweh ist, aktiv zu sein und sich zu beschäftigen.
Wenn du auf die Menschen zugehst, wirst du schnell Freunde finden.
Du solltest wissen, was genau die Gastfamilie von dir erwartet und
ob alle
Familienmitglieder mit dir zufrieden bist. Deshalb ist es sehr wichtig,
dass
du von deiner Gastfamilie Rückmeldungen bekommst! Genauso sollst
du dich in
der Gastfamilie wohl fühlen. Nachfolgend haben wir einige Tipps
für dich,
die dir Anregungen für ein angenehmes Zusammenleben mit der
Gastfamilie
geben sollen
Die Gastfamilie sollte dir von Anfang an genau mitteilen, was sie
von dir
erwartet und was deine Rechte und Pflichten sind. Sie sollte gleich
nach
deiner Ankunft folgende Punkte mit dir besprechen.
Erziehungsstil, die Freizeitgestaltung der Kinder, was die Kinder
mögen, was
du den Kindern erlauben darfst und was nicht. Es ist wichtig, dass
du und
die Kinder wissen, dass die Gasteltern hinter deinen Entscheidungen
stehen!
Versichere dich, dass du alles verstehst, was du mit der Gastfamilie
besprichst. Wenn etwas unklar ist, so frage bitte sofort nach oder
wiederhole, was du verstanden hast
Du solltest die Gasteltern jederzeit telefonisch erreichen können
und alle
Notrufnummern (Rettung, Feuerwehr, Polizei) zur Hand haben. Besprich
Erste
Hilfe Maßnahmen für Notfälle. Das Rote Kreuz bietet
übrigens Erste Hilfe
Kurse im Umgang mit Kindern an!
- Die Gastfamilie soll gleich nach deiner Ankunft die Hausregeln
besprechen:
z.B. bezüglich der Badezimmerbenützung, was gehört
ausschließlich wem.
Fragen über Sauberkeit im Haushalt. Benützung von TV,
Radio,
Internetzugang, Büchern u.a. Gegenständen. Benützung
des Telefons
(Ortsgespräche, Ferngespräche, welche Telefonate du
führen darfst und für
welche Telefonate du bezahlen musst.
- Mahlzeiten:
gemeinsame/getrennte Mahlzeiten a) an Wochentagen, b) am
Wochenende, was isst das Au-pair gerne, welche Speisen sollst
eventuell du
zubereiten
- Besprechen
der Handhabung der Haushaltsgeräte (z.B. Geschirrspüler,
Waschmaschine)
- Was
du darfst: Freunde mitbringen, wann sollst du abends/unter der
Woche/am Wochenende nachhause kommen, ob du dir Essen frei aus
dem
Kühlschrank nehmen darfst usw.?
- Deine
Freizeit: deine Wünsche bezüglich deiner Freizeitgestaltung
- Wichtig!
Besprecht Eure Vorstellungen von Privatsphäre
- Dürfen die Kinder dein Zimmer betreten (wann, unter welchen
Umständen,
bist du in deiner Freizeit in deinem Zimmer auch ungestört?)
- Bitte besprich mit der Gastfamilie, welche Sprachkurs- und
Freizeitmöglichkeiten (Vereine, Gratisaktivitäten, Feste,
Internetcafé,
Bibliothek, Fitnesscenter, Vorträge) es in der Umgebung gibt
und wie du
deine Freizeit gestalten und Kontakte knüpfen möchtest.
Manchmal gibt es
auch Gratisveranstaltungen (z.B. Vorträge) in kulturellen
Institutionen.
Wenn du auf dem Land wohnst, so kann dir die Gastfamilie vielleicht
helfen,
eine Mitfahrgelegenheit in die nächstgelegene Stadt zu finden.
Mit der Euro<
26 card hast du viele Vorteile, wie z.B. Ermäßigung
bei der Bahn, Museen,
Veranstaltungen usw.)
- Bitte die Kinder und Gasteltern, dich beim Erlernen der Sprache
des
Gastlandes zu unterstützen sorgfältig mit ihnen zu sprechen.
Wenn du es
wünscht, wird dich die Gastfamilie beim Sprechen sicher gerne
korrigieren.
Weitere Punkte sind:
- Bist du zufrieden, wie verläuft die gemeinsame Zeit für
dich und die
Gastfamilie?
- Wurden deine Vorstellungen und die deiner Gastfamilie erfüllt?
- Welche Beziehung hast du zu den Kindern? Was könnte diesbezüglich
noch
verbessert werden.
- Was könntest du noch besser machen, z.B. was die Hausarbeit
betrifft?
- Hast du manchmal Heimweh (wenn ja, was könntest du dagegen
tun z.B. andere
Au-pairs treffen, man nachhause fliegen oder Besuch von zuhause
bekommen?)
- Gibt es Hausregeln, die für dich ein Problem darstellen?
- Wichtig! Haben du und deine Gastfamilie das Gefühl, genug
Privatsphäre und
Zeit für sich alleine zu haben? Bist du in deinerm Zimmer
ungestört.
- Sprich auch mit den Kindern über obenstehende Punkte!
- Arbeitsplan: Die Gasteltern können mit dir einen schriftlichen
Arbeitsplan erstellen, der deine Anwesenheitszeit und die zu erfüllenden
Aufgaben enthält. Wenn du anwesend sein musst, so handelt
es sich um
Arbeitszeit. Wenn du Kleinkinder betreust, so kannst du nicht
während der
Kinderbetreuung Hausarbeiten erledigen, da die Kinder ständig
beaufsichtigt
werden müssen. Zusätzlich zur Wochenarbeitszeit kannst
du an 1-2 Abenden
ausschließlich zum Babysitten herangezogen werden.
- Die Familie sollte auf eine genaue Trennung deiner Arbeitszeit
und
Freizeit achten, wenn dir das wichtig ist. Und die Kinder müssen
auch deine
Freizeit respektieren.
Bitte deine Gastfamilie nach Beendigung deines Au-pair Aufenthaltes
um eine
Referenz. Du kannst dazu unsere Formulare verwenden, die du von
unserer
Homepage herunterladen kannst.
Hier noch ein paar Tipps von Grazyna, einem Au-pair aus
Litauen:
Ein ehrliches, freundliches Lächeln erobert die Herzen!
Nimm es nicht persönlich, wenn die Kinder einmal nicht brav
sind
Hinterlass dein Zimmer immer sauber und aufgeräumt
Erzähle Positives über deine Heimat (Einwohner, Wirtschaft,
Kultur und
Lebensweise) und bring Fotos mit. Du prägst das Bild, dass
deine Gastfamilie
von deinem Heimatand bekommt. Die Familie freut sich auch sicher,
wenn du
hin und wieder eine Spezialität aus deiner Heimat kochst.
Viele Au-pair
bringen ein kleines Gastgeschenk mit.
Zeig Interesse für die Gastfamilie, was erzählt die
Familie über sich,
versuchen die Gastfamilie besser kennen und verstehen zu lernen.
Lobe die
Kinder jeden Tag einmal vor den Eltern, wenn die Kinder dabei
sind. Wenn die
Kinder etwas Böses getan haben, sag es den Eltern, wenn die
Kinder nicht da
sind. Denken mit, was zu tun ist.
Wir
legen Euch allen sehr ans Herz, euch mit gewaltfreier Kommunikation
auseinander zu setzten. Gebt einfach in Google das Stichwort gewaltfreie
Kommunikation oder Marshall B. Rosenberg eingeben. GfK ist beim
Kommunizieren im Alltag als auch beim friedlichen Lösen von
Konflikten im persönlichen und beruflichen Bereich äußerst
hilfreich. Ziel ist es eine wertschätzende Beziehung aufzubauen.
Es gibt sehr gute Bücher und DVDs über gewaltfreie Kommunikation.
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